30. Oktober – 11. November 2022
Unsere bisherige Reise (ohne Kanada). Laut Google Statistik: 3 Länder 46 Städte, 130 Orte. ca. 10.000 km, 30% der Erde hätten wir umrundet.
Die Einreise nach Mexiko über Mexicali ging gut. Die Grenze war am Morgen noch nicht voll, obwohl es Sonntag ist. JR wurde nicht kontrolliert und Carlos haben wir nicht gemeldet. Dann der Papierkram, erst die Visa, der Beamte war sehr nett. Ich hatte online die Visa organisiert, bei mir fehlte die Zahlungsquittung, Regina hatte nur die Quittung, das Formular konnten ich nicht herunterladen, auch die Hotline-Mailadresse hat nicht geantwortet, nur Joshua war komplett. Trotzdem haben wir alle Visa bekommen, für Regina hat der nette Beamte eine Formular ausgefüllt. Das hätten wir an den Grenze für alle machen können und damit viele Nerven online gespart. Der Zoll für JR ging etwas länger, da die nette junge Dame klären musste ob es ein Wohnmobil ist, denn dann muss die Kaution von US$400 nicht hinterlegt werden. Dafür hat sie den Fahrzeugschein mit Google-Translate übersetzt. Dann noch die Fahrzeughersteller, im Schein Steht: „CS-Sprinter“, ich konnte sie überzeugen, dass es ein Mercedes ist, nun steht Daimler-Benz in den Zollpapieren. Jetzt dürfte JR 10 Jahre im Land bleiben und wir 180 Tage. Im Auto online noch die Haftpflicht abgeschlossen, denn unser Aufenthalt ist nun 3 Wochen länger als ursprünglich geplant, statt bis zum 30.11. bleiben wir bis 21.12. Der Frachter läuft am 22.12. aus und kommt am 28.12. in Cartagena an, wenn alles planmäßig geht.
Mexicali ist ziemlich chaotisch, aber trotzdem noch Geld abheben und im Walmart einkaufen.
30. Oktober – 1. November
Am Abend erreichen wir San Felipe am Golf von California der Ostküste der Baja. Die Amerikaner nenn den Golf „Sea of Cortez“. Die Besitzer sind nicht da, aber ein freundlicher Amerikaner aus Las Vegas, der hier lebt, weist uns ein.
Zwei Tage Entspannung, Hängematte, kühles Bier, Spielen, Haare schneiden … Dann die M5 weiter Richtung Süden immer an der Ostküste der Baja entlang. Szenenwechsel nach drei Monaten Sightseeing.
1.- 3. November 2022
Nächster Stopp die Baja San Luis Gonzagna. Auf einer Piste am Flugplatz zum Strand. Die Temperaturen tagsüber sehr warm, das Meer ruhig und warm und in der Nacht kühlt es angenehm ab. Die Hütten am Camping geben Schatten und schützen vor der starken Briese. Im Laden an der Straße melden wir uns für zwei Tage an, bekommen Hütte 5 und kaufen eine Taucherbrille. Die Hütte ist leider schon belegt, etwas Durcheinander … Der Platz 10 ist ebenso gut, dann muss niemand umziehen. Ein Vorteil: Unsere netten Nachbarn Danny und sein Studienfreund, mittlerweile in Rente, auch mit Sprinter unterwegs haben STARLINK, was wir benutzen dürfen.
Richtung Süden geht die M5 in die M1 über und durch die Sierra de San Pedro Martir.
Auf halben Wege durch Jesus Maria. Hier gibt es lecker Tacos.
Guerrero Negro, eine herrlichen Dünenlandschaft mit Salinen. Da hier ein Biosphärenreservat ist, dürfen Zitrusfrüchte nicht eingeführt werden und JR wird desinfiziert.
Am Eingang vom Supermarkt ein Altar für die Verstorbenen, die hier sehr verehrt werden. Allerheiligen ist gerade vorbei, Essen und Getränke werden gespendet, ob sie das wohl „bei der großen Hochzeit im Himmel“ brauchen?
Einen Übernachtungsplatz zu finden braucht heute etwas länger, da die Plätze im iOverlander alles andere als einladend sind. Schließlich ein Platz nahe den Dünen, ein Vogelparadies.
4.-7. November 2022
Auf der M1 wieder Richtung Westen über die Sierra Santa Lucia an den Golf von Californien nach Mulege, das ist uns wärmstens empfohlen worden.

In San Ignacio Mittagspause in einem sehr schönen Hotel, etwas abgelegen von der Hauptstraße, wir sind die einzigen Gäste.
An der Bahia Conception ein herrlicher Platz mit Schutzhütten, sehr hilfreich bei dem morgendlichen und abendlichen Wind.

Das Kabel von der Solarmatte wird verlängert, damit es bis zu sonnenbeschienenen Dach der Hütte reicht.
Am 6. November geht es weiter Richtung Süden auf der M1 entlang der Sierra de la Giganta. Übernachtung am Strand bei Loreto, nahe dem Golfplatz gegenüber der Isla Carmen im Parc Nat. Bahia de Loreto.

Ein Kugelfisch, wohl geangelt und weggeworfen. Wenn man weiß wie man ihn zubereiten muss, eine Delikatesse, wenn nicht, dann ist er tödlich.
7.- 9. November 2022, Atlantik ein Paradies für Surfer
Über die Sierra de la Giganta und durch die Llano Magdalena wieder an der Westküste der Baja entlang zum Atlantik. Ziel ist ein einsamer Strand an der Playa Conejo. Von der M1 40 min. auf Schotterpiste an die Küste. Luft ablassen, dann geht es besser, kostet aber Zeit. Bei der Ankunft ist es dunkel, der Strand doch zu einsam und unsicher wegen dem weichen Sand und der Flut. Ein paar Kilometer zurück ein schöner Platz auf der Düne.

Mit Allrad kommen wir durch den weichen Sand. Mit Keilen und Sandblechen steht JR auch gerade. Die sind wohl endgültig hinüber.
Und dann bekommen wir wieder ein Geschenk: Eine Gruppe junger Leute, mit denen ich mich unterhalte, schenken mir einen „Bierdosenkühler“ so einen wollte ich schon lange.
10./11. November 2022, La Paz
Das letzte Ziel auf der Baja California ist La Paz. Die Südspitze mit tollen Stränden ist ein Schnorchelparadies. Darauf freuen wir uns zu Weihnachten an der karibischen Küste von Kolumbien. Die nächsten zwei Tage ein herrlicher Übernachtungsplatz an der Nordspitze in der Nähe der Playa Las Pilitas.
Tagsüber Organisation: Einkaufen, Wäschewaschen, lecker Tacos gibt es während die Maschinen waschen, die Fähre buchen.
Die Fähre geht 14:30 Uhr von La Paz nach Topolabampo, nicht die direkte Route nach Mazatlan, die wäre über Nacht gefahren, zu lange für uns und Carlos im Frachtraum. Drei Stunden früher ist Abfertigung, das erscheint lange, aber Zoll, Wiegen Nachmessen, Bezahlen und Hund einchecken braucht eben viel Zeit (und Nerven). Wir haben Glück und der nette Mann an der Abfertigung stuft JR als Auto ein, obwohl 20cm über dem Limit von 6m. Das spart uns ca. €250,-. Außerdem bringen wir 4200 kg vollgetankt mit Diesel und Wasser, beladen und drei Personen und Hund auf die Waage. Technisch und in Mexiko gar kein Problem, 700kg über dem zul. Gesamtgewicht von 3500kg.
Und dann geht es endlich los. JR steht im Freien, Carlos gut in seiner Box im klimatisierten und beleuchteten Hunderaum untergebracht. Acht Stunden Überfahrt, Ankunft 22:30 Uhr.