13.-18. September 2022
Wieder ein Harvest Host: Mustang Mountain Vinyard, Lovelle, Wyoming. Das Weingut wird von Nicolle mit Unterstützung von Ihren Eltern Nancey und Larry betrieben. Wir kommen nach Autowäsche, Waschsalon und Einkäufen erst bei Dunkelheit an. Nicolle begrüßt uns freundlich, will aber früh ins Bett, da gerade Weinlese ist. Wein schöner Platz in einem kleinen Weingut mit einer ganz herrlichen Anlage. Wir sind außer einem weiteren kleinen Camper-VAN die einzigen Gäste.
Am Morgen treffen wir Larry. Er erzählt uns viel über die Gegen und empfiehlt uns dringend in die Beartooth Mountains zu gehen und den höchsten befahrbaren Pass der USA (3436 m) zu fahren. Larry hat die Farm gegründet, den ersten Wein angebaut, aber es ist nur „Essig“ geworden, sagt er. Erst seine Tochter Nicole brachte das Wissen 2014, um guten Wein zu keltern. Er meint er sei durch die Arbeit mit seiner Tachter wieder richtig „aufgeblüht“. Er ist wieder voller Schaffensdrang, das sieht man an dem Weingut.

Nancey erzählt uns alles über den Wein, der die große Kälte, von -25 bis zu -34 Grad verträgt. Sie bauen zwei Rotweine und zwei Weißweine an und machen daraus 14 verschiedene Cuvés.
14.September.2022
Wir gehen nochmal Einkaufen und weiter in die Beartooth Mountains, Custer Nt. Forest.

Hier müssen wir zum ersten Mal Vorkehrungen zum Schutz vor Bären treffen. Alle Lebensmittel, auch den Abwasch draußen wegräumen, oder in die bereitgestellten Blechcontainer stellen.

Vor einigen Monaten hat der Fluss Straßen, Brücken und Häuser bis zum Yellowstone Nt. Pk. fortgespült hat. Das erinnert fast an die Katastrophe im Aartal.

Auf dem Pfad entdecken wie die Abdrücke von Bärentatzen, uns kommt (Gott sei Dank) keiner zu Gesicht.

Joshua putzt die Solarpanel, damit sich der Ertrag verbessert, trotzdem müssen wir nach einem Tag im Schatten im Wald den Generator anwerfen um die Batterie zu laden.
16. September 2022
Am nächsten Morgen geht es über den Beartouth Highway. Ja da ist das Wort „high“ bei 3500m wirklich angebracht.

Die süßen Streifenhörnchen sind überhaupt nicht scheu, sie werden wohl von den Besuchern oder den Rangern als Attraktion gefüttert.
Weiter den Pass hinunter das kleines Städtchen, Cooke City, auf dem Weg zum Yellowstone. Das Besucherzentrum beherbergt ein kleines Museum. Hier förderte man Kupfer, Gold, Silber, Platin ab 1869 bis 1942 in über 3.000 Claims. Da waren sicher viele Menschen beschäftigt, das erklärt den Namen Cooke „City“.

Humor haben die Leute hier in Montana: Der Barbier hat „Leider geschlossen, da er zum Angeln gegangen ist“
Die Straße zum Yellowstone ist wegen den Zerstörungen des Hochwassers gesperrt, es geht wieder ins Tal nach Buffalo durch den Shoshone Nt. Forest. Eine beeindruckende Schlucht lädt uns zum Verweilen ein.

Wieder amerikanische Geschichte hautnah. Auch damals haben sich die Einheimischen die unzugänglichen Landschaften zu Nutze gemacht.
17./18. September 2022
Nach Einkaufen und Waschsalon geht es zu Wapiti Nt. Forest Camping kurz vor dem Ost-Eingang zu Yellowstone Nt. Pk., der Nor-Eingang ist noch immer wegen den verheerenden Schäden des Hochwassers im Frühjahr geschlossen. Wir bleiben hier zwei Tage.

Wir lernen Susan und Steve aus Missoula, Montana kennen. Ein sehr interessiertes Paar, wir unterhalten uns lange.

Susan schenkt uns ein Bärenspray (hilft auch bei Elchen). Seitdem fühlen wir uns sicherer, auch wenn wir bisher weder Bären noch Elche gesehen haben. Wir empfinden viel Dankbarkeit für die zugewandten Menschen.